Der Ministerrat stärkt die Wirksamkeit der Spezialeinheiten mit neuen Sauerstoffsysteme für Einsätze in großer Höhe
Bei den sogenannten „Military-Free-Fall-Einsätzen“ werden Soldaten und Ausrüstung aus Höhen von bis zu 10 Kilometern abgeworfen. Unter diesen Bedingungen ist spezialisierte Sauerstoffausrüstung buchstäblich lebenswichtig, um Risiken wie Sauerstoffmangel und Dekompression zu vermeiden. Ohne diese Systeme sind solche Einsätze schlichtweg nicht möglich.
Die Investition umfasst Systeme zur Vorbereitung auf Sprünge, während des Sprungs getragene Sauerstoffausrüstung, Masken in verschiedenen Größen, Wartungs- und Nachfüllsysteme sowie mobile Testbanken. Zusätslich wird ein Supportvertrag für Schulung, Wartung und Ersatzteile über die gesamte Lebensdauer der Ausrüstung vorgesehen.
Mit diesem Kauf baut das Verteidigungsministerium eine voll ausgerüstete und autonome Kapazität für sein Special Operations Command auf. Das System ermöglicht die Ausrüstung von bis zu 105 Soldaten und garantiert, dass Einsätze sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext sicher, effizient und wiederholbar durchgeführt werden können.
Die Wahl eines einzigen Lieferanten ist bewusst getroffen und notwendig. „Auf diesem Niveau sind Fehler tödlich, und es gibt keinen Raum für Experimente. Unsere Leute trainieren feste Abläufe mit zuverlässiger Ausrüstung. Kompatibilität und Einheitlichkeit sind entscheidend, um Fehler zu vermeiden, die in dieser Höhe fatal sein können“, betont Minister Francken.
Der Auftrag durchlief auch alle erforderlichen Kontrollmechanismen. Sowohl die Finanzinspektion als auch der Sonderausschuss für Beschaffungen und Verkäufe der Streitkräfte im Parlament gaben eine positive Stellungnahme ab, was die Solidität und Transparenz des Dossiers unterstreicht.
Die Gesamtinvestition beträgt etwa 4,2 Millionen Euro und wird über mehrere Jahre verteilt. Darüber hinaus wird die Ausrüstung bereits in mehreren Partnerländern eingesetzt, was die Interoperabilität bei internationalen Operationen stärkt.