Der Ministerrat stärkt die Marine mit einer neuen Generation von Kommunikationssystemen für die NH90 NFH-Hubschrauber

„Ein großer Teil unseres Wohlstands wird durch den internationalen Handel und die Hafenaktivitäten erwirtschaftet. Unsere Marine ist daher von strategischer Bedeutung. Wir müssen sie auch bei komplexen Operationen einsetzen können, und dafür sind sichere und moderne Kommunikationsmittel unerlässlich“, erklärt Minister Francken.

Die NH90 NFH spielt eine Schlüsselrolle innerhalb der Marine, als mobile Sensor- und Waffenplattform im Kampf gegen U-Boote und Schiffe. Die Hubschrauber operieren oft außerhalb der direkten Reichweite der klassischen Flugverkehrskommunikation und sind die Augen und Ohren der Flotte. Außerdem ist Belgien ein Land mit ausgeprägten maritimen Interessen: ein großer Teil unseres Wohlstands entsteht direkt durch den internationalen Handel und die Hafenaktivitäten von Antwerpen und Zeebrügge. Investitionen in unsere Marinekapazitäten sind daher kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit für Belgien.

Die aktuellen Funksysteme sind nicht kompatibel mit der Umstellung auf das neue taktische Datennetzwerk Link 22, das den veralteten Link-11-Standard ersetz. Ohne dieses Upgrade läuft die NH90 NFH gefahr, ihre Rolle im maritimen Betrieb nicht mehr vollständig übernehmen zu können.

Die neuen XM6923L-Funkgeräte werden sichere, robuste und vollständig interoperable Kommunikationsmöglichtkeiten innerhalb der NATO gewährleisten und sind ein integraler Bestandteil des gemeinsamen SWR3-Upgrades mit Deutschland, den Niederlanden und Italien. Mit dieser Konfiguration werden alle vier einsatzfähigen NH90 NFH-Hubschrauber ausgestattet, ergänzt durch einen zusätzlichen Reservesatz, um die Einsatzkontinuität zu gewährleisten.

„Kommunikation ist kein unterstützendes Element bei maritimen Operationen, sondern ein Kampfmittel an sich. Ohne zuverlässige Verbindungen gibt es kein Lagebild, keine Entscheidungsfindung und keinen Einsatz. Es handelt sich also nicht um ein technisches Upgrade, sondern um eine operative Notwendigkeit“, schließt Minister Francken.

Die Gesamtkosten des Vertrags betragen 2,6 Millionen Euro und werden im Rahmen der geplanten Haushaltsrahmens durchgeführt. Die Finanzinspektion gab eine positive Meinung ab, ebenso wie der Haushaltsminister. Auch der Sonderausschuss für Beschaffungen und Verkäufe der Streitkräfte bestätigte seine Zustimmung.