Das Verteidigungsministerium investiert in Cybersicherheit und maritime Drohnenkapazitäten
Heute unternimmt das Verteidigungsministerium zwei Schritte um die Sicherheit Belgiens und Europas zu stärken: einen neuen mehrjährigen IT-Beratungsvertrag zur steigerung der digitalen Widerstandsfähigkeit sowie den weiteren Ausweitung der maritimen Drohnenfähigkeiten und Ausbildung in Zusammenarbeit mit den Niederlanden. Darüber hinaus wird ein vorläufiger Gesetzentwurf verabschiedet, der es Mitgliedern der königlichen Familie, die kein Stiftungsvermögenerhalten, ermöglichen soll, eine militärische Laufbahn im aktiven Dienst zu beginnen.
Stärkung der Cybersicherheit und die digitale Einsatzfähigkeit
Der Ministerrat hat den Antrag auf den Abschluss eines mehrjährigen Vertrags über Forschungs-, Beratungs-, Analyse- und Consulting-Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie für die Abteilung Material Resources Communication & Infrastructure (MRC&I), den Allgemeinen Nachrichtendienst und den Chief Information Officer (CIO) des Verteidigungsministeriums genehmigt.
„Unsere Gegner investieren massiv in Cyberfähigkeiten und digitale Kriegsführung. Wir dürfen in diesem entscheidenden Bereich nicht zurückbleiben. Dieser Vertrag verschafft unseren Dienststellen Zugang zu der besten internationalen Expertise, um schnellere Entscheidungen treffen zu können, besser zu schützen und unsere digitalen Systeme stark zu halten“, betont Theo Francken.
Der Vertrag bietet Zugang zu spezialisierten Forschungsdatenbanken, strategische Analysen, internationale Experten, Beratung, Workshops und technologischen Benchmark-Studien vor. Es unterstützt sowohl strategische als auch operative IT-Projekte innerhalb des Verteidigungsministeriums, mit Schwerpunkt auf Cybersicherheit, IT-Governance, digitale Architektur, Lieferantenanalysen und technologischen Entwicklungen.
Die Gesamtinvestition für diese digitale Verstärkung wird auf 8,856 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer geschätzt, verteilt über vier Jahre.
Maritime Sicherheit und Hubschrauberdrohnen
Gleichzeitig stärkt das Verteidigungsministerium auch seine Einsatzkapazitäten auf See. Im Rahmen der belgisch-niederländischen Marinekooperation werden in den kommenden Jahren zwölf neue Minenjäger in Dienst gestellt: sechs für Belgien und sechs für die Niederlande.
Diese Schiffe werden mit einer „Mine Counter Measures Toolbox“ ausgestattet, einschließlich Drohnen des Typs SKELDAR V200, einer Art Hubschrauberdrohne. Belgien übernimmt dabei die Führung und ist auch für die Organisation der zugehörige Ausbildung über die Marineakademie zuständig.
„Die Bedrohung auf See entwickelt sich rasant. Wir sehen immer mehr hybride Bedrohungen, Sabotage und Risiken für unsere kritische Infrastruktur und Versorgungslinien. Deshalb investieren wir nicht nur in Technologie, sondern auch in Menschen, die diese Technologie einsetzen können. Das bedeutet heute echte Sicherheit t“, so Theo Francken.
Die SKELDAR V200-Systeme werden zur Informationsbeschaffung, , Überwachung und Unterstützung maritimer Operationen eingesetzt. Bediener und Techniker absolvieren dafür spezialisierte Schulungen beim schwedischen Hersteller UMS SKELDAR.
Die Ausbildungskurse ermöglichen es, belgische und niederländische UAV-Teams für den Einsatz an Bord der neuen Minenjäger operativ zu qualifizieren. Gemeinsam entwickeln beide Länder zehn voll einsatzfähigen UAV-Teams, die jeweils aus Bedienern und Technikern bestehen.
Die Gesamtinvestition für diese maritimen Drohnenausbildungen beträgt 8,64 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer, von denen Belgiën 4,32 Millionen Euro tragen wird.
Änderung der gesetzlichen Regeln der Streitkräfte für militärische Karrieren von Mitgliedern der königlichen Familie
Schließlich verabschiedete der Ministerrat auch den Gesetzesvorentwurf, der den gesetzlichen Rahmen der Streitkräfte anpasst, um Mitgliedern der königlichen Familie, die keine Dotation erhalten, eine militärische Laufbahn im aktiven Rahmen der Verteidigung zu ermöglichen.