Das Verteidigungsministerium investiert 3,1 Millionen Euro in ein Ökosystem zum Schutz kritischer Infrastruktur auf See

Unsere Sicherheit liegt ebenfalls auf See

Kabel auf dem Meeresboden, Windparks, Energieverbindungen und Häfen sind für unser Land unverzichtbar. Sie sorgen dafür, dass unsere Wirtschaft funktioniert und wir Zugang zu Energie und Kommunikation haben. Doch diese Infrastruktur ist verwundbar. „Was auf See geschieht, betrifft uns alle. Wenn dort etwas schiefgeht, spüren wir es sofort in unserer Energieversorgung, unserer Kommunikation und unserer Wirtschaft“, sagt Minister Francken.

Rückkehr nach Belgien

Das Verteidigungsministerium investiert 60,4 Millionen Euro in neue Technologien und Projekte für den Zeitraum 2025–2029. Zusätzlich fließen 3,1 Millionen Euro in das Ökosystem, das vom „Blauen Cluster“ kontrolliert wird. „Mit dieser Entscheidung setzen wir entschlossen auf die Zusammenarbeit mit unserer eigenen Industrie und unseren Forschungseinrichtungen. Wir verankern dieses Fachwissen hier in Belgien“, fügt Francken hinzu.

Zusammenarbeit mit belgischen Unternehmen und Forschern

Für dieses Projekt arbeitet das Verteidigungsministerium mit „De Blauwe Cluster“ zusammen, einem Netzwerk aus über 180 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem ganzen Land. Das Ziel: Unternehmen, Wissensinstitutionen und das Verteidigungsministerium im Bereich um Innovation auf See zusammenbringen. Der Fokus liegt darauf, konkrete Lösungen zu entwickeln, um wichtige Infrastruktur besser zu schützen.

So wird gemeinsam an Lösungen gearbeitet, um verdächtige Situationen auf See schneller zu erkennen, neue Technologien wie Drohnen und Sensoren einzusetzen und die verschiedenen Systeme sicher und zuverlässig miteinander zu vernetzen.

In Sicherheit und Zukunft investieren

Die Projekte werden in den kommenden Jahren von der ODIN (Organisation for Defence Innovation and Defence Industry) umgesetzt. Mit dieser Initiative setzt das Verteidigungsministerium nicht nur auf mehr Sicherheit, sondern auch auf Innovation, Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum im eigenen Land. „Das ist eine klare Entscheidung: Wir investieren in unseren Schutz und gleichzeitig in die Zukunft unserer Industrie. Sicherheit und Wirtschaft gehen hier Hand in Hand“, schließt Francken.

Ökosysteme als Katalysator für belgische Rüstungsunternehmen

Das Verteidigungsministerium arbeitet auch in anderen Bereichen über Ökosysteme zusammen. Zum Beistpiel gibt es bereits eine Zusammenarbeit mit Pôle MecaTech im Rahmen des Projekts Cap4Land. Dieses Projekt vereint Unternehmen und Forschungszentren in Flandern, Wallonien und Brüssel, um ein Ökosystem um innovative Systeme zu entwickeln, die unsere Landstreitkräfte stärken.

Die Logik bleibt gleich:  Unternehmen und Wissensinstitutionen zusammenbringen, um Lösungen zu entwickeln, die sichnicht selbst umsetzen könnten. Durch den gemeinsamen Wissensaustausch und Innovationen bauen Unternehmen und Wissensinstitutionen Kapazitäten auf, die sie nicht individuell entwickeln könnten – und die auch ihrem Wert auf dem internationalen Markt beweisen. Auf diese Weise baut unser Land Schritt für Schritt eine stärkere und zukunftsorientierte Verteidigungsindustrie auf.