Das Verteidigungsministerium holt Spitzentechnologie und Industrie ins eigene Land

Rekordinvestition in europäische Kapazitäten

THEON ist zusammen mit Hensoldt Teil eines europäischen Konsortiums, deml über OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d’Armement) ein Auftrag im Wert von rund 1 Milliarde Euro für die Lieferung von Nachtsichtsystemen vergeben würde.

Konkret handelt es sich dabei um rund 100.000 zusätzliche Nachtsichtgeräte für Deutschland und etwa 4.000 für Belgien, zusätzlich zu früheren Bestellungen für Deutschland und Belgien. Bis 2030 werden insgesamt mehr als 178.000 Systeme geliefert; dies ist die größte Anschaffung von Nachtsichtgeräten, das jemals von einem europäischen NATO-Mitgliedstaat getätigt wurde. Zusätzlich ist ein zweiter OCCAR-Vertrag für das IRIS-C-Wärmebildsystem in Arbeit, mit einer Erstbestellung von 1.500 Systemen für Belgien und 4.375 für Deutschland sowie Optionen für eine weitere Erweiterung.

Produktion und Arbeitsplätze in Belgien

Das Besondere an diesem Programm ist, dass es über den reinen Kauf hinausgeht. Dank dieser Zusammenarbeit investiert THEON in einen Produktionsstandort in Zaventem, wo unter anderem IRIS-C-Wärmebildsysteme für die belgischen und deutschen Streitkräfte produziert werden sollen. Das bedeutet, dass sich ein gemeinsamer belgisch-deutscher Einkauf in konkrete Produktion, technologisches Know-how und Arbeitsplätze in unserem Land niederlässt.

Verteidigungsminister Theo Francken: „Genau in diese Richtung wollen wir gehen, : gemeinsam in Europa beschaffen und gleichzeitig dafür sorgen, dass diese Zusammenarbeit im eigenen Land greifbare Ergebnisse bringt. Wir stärken unsere militärischen Kapazitäten, bauen industrielles Know-how auf und schaffen Arbeitsplätze. So machen wir die europäische Verteidigungszusammenarbeit zu einer Win-Win-Situation.“

Europäische Zusammenarbeit mit Rückführung für Belgien

Das Projekt ist ein Musterbeispiel für europäische Zusammenarbeit: Französische Technologie, griechische Integration, deutsche Partner und belgische Produktionskapazitäten vereinen sich in einem einzigen Programm. Die Zusammenarbeit mit belgischen Unternehmen stärkt zudem unsere industrielle Basis und macht die europäische Lieferkette widerstandsfähiger.

Für unser Land ist dies eine klare strategische Entscheidung: an europäischen Programmen teilzunehmen und gleichzeitig sicher zu stellen, dass diese auch einen wirtschaftlichen Ertrag auf unserem Staatsgebiet bringen. Dieses Projekt widerlegt die Kritik, dass gemeinsame Beschaffungen über OCCAR keine Rendite bringen. Im Gegenteil: Sie schaffen Skalierung, stärken die Interoperabilität und bringen Investitionen und Arbeitsplätze nach Belgien.