Das Mindestalter für den Ersatzkader wird angehoben

Verteidigungsminister Theo Francken: „Das ist gesunder Menschenverstand. Das Verteidigungsministerium rekrutiert etwa 4000 Personen pro Jahr. Das sind aktive Soldaten, Zivilisten und Reservisten. Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Profilen und Erfahrungen, aber keine bürokratischen Hürden. Wer motiviert ist und über die richtige Expertise, Erfahrung oder Wissen verfügt, muss in der Lage sein, sich der Verteidigung und unserer Sicherheit zu widmen – auch im Rahmen der Reserve.“

Die Reform geschieht nicht zufällig. Angesichts der zunehmenden Instabilität – man denke nur an den Krieg in der Ukraine und die hybride Bedrohung in unserem Land, – gewinnt die Reserve zunehmend an Bedeutung. Die Reserve ist verantwortlich für den Schutz des Staatsgebiets, die Unterstützung der aktiven Einheiten der Verteidigung und für spezifische Einsätze, bei denen Fachwissen entscheidend ist (zum Beispiel: Ärzte und Cyberspezialisten). 

„Die Reserve ist keine Nebensache mehr. Sie wird zu einer vollwertigen Säule unserer Verteidigungsfähigkeit. Mit dieser Maßnahme erhöhen wir unsere Schlagkraft und unsere Flexibilität“, so Francken. 

Durch die Anhebung und Harmonisierung der Altersgrenzen wird der Zustrom erfahrener Profile erheblich erweitert, ohne medizinische oder körperlichen Fitness zu opfern. Gleichzeitig. wird die Reform mehr Rechtssicherheit und einen einfacheren regulatorischen Rahmen bieten.

„Reservist zu werden ist kein unverbindliches Engagement“, ergänzt Minister Francken. „Reservisten können einberufen werden. Das ist nur mit klaren Regeln möglich. Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes haben wir diese nun.“

Mit dieser Verabschiedung unternimmt das Verteidigungsministerium einen weiterem Schritt zu einer stärkeren, agileren und zukunftsorientierteren Armee – mit einem Reservekader, das wirklich einen Unterschied macht.