In Brüssel und Antwerpen werden Soldaten eingesetzt, um jüdische Schulen und Synagogen zu sichern
Die Minister begaben sich am Dienstagnachmittag am einsatzort, um sich persönlich ein Bild vom Beginn der Operation zu machen, mit den beteiligten Soldaten zu sprechen und ihnen ihre Anerkennung für ihren Einsatz auszudrücken.
Das Verteidigungsministerium startete diesen Einsatz auf Ersuchen des Generalkommissars der föderalen Polizei am 16. März 2026. Im Rahmen dieser neuen Operation sichern Soldaten die jüdischen Einrichtungen in Brüssel, Antwerpen und Lüttich für einen Zeitraum von drei Monaten. Das Verteidigungsministerium wird auch zur Sicherung der israelischen Botschaft beitragen.
„Das Verteidigungsministerium ist da, wenn die Sicherheit unserer Bürger gefährdet ist. Mit Operation ‚Green Shield‘ bieten wir nicht nur Schutz für die jüdischen Gemeinschaft, sondern stärken auch das allgemeine Sicherheitsgefühl in unseren Städten. Unsere Soldaten sind hervorragend ausgebildet, um diese Verantwortung in enger Zusammenarbeit mit der Polizei zu übernehmen“, sagte Minister Francken.
Die Entscheidung folgt auf einen veränderten Sicherheitskontext aufgrund der Zunahme schwerer Gewalttaten in verschiedenen Großstädten, darunter der Einsatz von Kriegswaffen, drogenbezogene Kriminalität und intergangartige Konflikte, die teilweise tödlich enden. Darüber hinaus zeigen aktuelle Analysen des OCAD (Koordinierungsstelle für Bedrohungsanalyse) im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, dass bestimmte Gemeinschaften und Institutionen unter erhöhtem Druck stehen.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Antisemitismus ist die Bedrohung für die jüdische Gemeinschaft in Belgien sehr real. Die Sicherheit aller unserer Landsleute zu gewährleisten ist die wichtigste Aufgabe des Staates. „Der Einsatz von Soldaten zur Verstärkung der Sicherheit rund um wichtige Standorte der jüdischen Gemeinschaft wird den Polizeikräften direkte und sichtbare Unterstützung bieten, die diese Aufgabe bereits täglich ausführen“, betont Bernard Quintin, Minister für Sicherheit und Innenpolitik.
In einer ersten Phase werden etwa hundert Soldaten eingesetzt. diese Zahl kann in späteren Phasen erhöht werden. Eine Gesamtkapazität von 200 Soldaten ist für einen Zeitraum von drei Monaten vorgesehen. Die Operation wird hauptsächlich von den Landstreitkräftendurchgeführt. Die Soldaten arbeiten unter der Leitung und Verantwortung der Föderalen polizei.
Mit dieser Uberwachungsmissionerhöht das Verteidigungsministerium das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in einer Zeit zunehmender Bedrohungen.