Belgien setzt zwei MQ-9B-Drohnen im Mittelmeer ein, um illegale Migration und grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpden

Neben gewalttätigem Extremismus und internationalem Terrorismus bleibt der Kampf gegen illegale Migration eine absolute oberste Priorität für unsere kollektive Sicherheit. Bedrohungen enden nicht an den Grenzen Europas. Was in Nordafrika, dem Sahel oder im Nahen Osten geschieht, hat direkte Auswirkungen auf die illegalen Migrationsströme in unser Land. Deshalb setzen wir uns für Stabilität, die Bekämpfung von Extremismus und vor allem die Eindämmung illegaler Migrationsströme ein, die unsere Sicherheit bedrohen, betont Minister Theo Francken.

In diesem Zusammenhang verstärkt das Verteidigungsministerium die Südliche grenze der EU und der NATO im Mittelmeer mit zwei MQ-9B-Drohnen. Dieser Einsatz trägt zur Kontrolle illegaler Migration,  Waffenschmuggel und anderer Formen grenzüberschreitender Kriminalität bei. Eine wichtige neue Kapazität in diesem Zusammenhang ist der Einsatz des MQ-9B SkyGuardian.

„Die MQ-9B wird mit ihrer langen Flugdauer und  fortschrittlichen Sensoren genutzt, um wichtige Informationen über illegale Aktivitäten auf See zu sammeln. Das stärkt unsere Fähigkeit, illegale Migrationsströme besser zu kontrollieren und Waffenschmuggel, der die europäische Sicherheit bedroht, schneller zu erkennen“, so der Minister.

Der Einsatz erfolgt im Rahmen der Operation Silent Spear, mit der Belgien zur NATO-Operation Sea Guardian beiträgt. Ab heute werden zwei belgische MQ-9B für Aufklärungs-, Überwachungs- und Erkundungsmissionen (ISR) im Mittelmeer eingesetzt, mit dem Ziel, das maritime Lagebewusstsein zu stärken und die Sicherheit in der Region zu unterstützen.

Die Flugzeuge sind in Sigonella (Sizilien) stationiert. Ein erstes Flugzeug wurde bereits am 27. April an Bord einer A400M transportiert, gefolgt von einem zweiten Flugzeug. Dies ist der erste operative Einsatz dieser Kapazität in einem internationalen Kontext von einem ausländischen Stützpunkt aus, nach der erfolgreichen Teilnahme an der Operation „Blue Intruder“ zu Beginn dieses Jahres.